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Völklingen / Duisburg. Was der Kluge-Podcast zur Schadstoffsanierung am Weltkulturerbe „Völklinger Hütte“ und James-Bond-Darsteller Daniel Craig gemeinsam haben? Die deutsche Stimme. Es ist die von Dietmar Wunder, der im besten Hörbuch-Stil eine Veröffentlichung aus dem Entsorga-Magazin liest. Schadstoffsanierung  – ein „trockenes“ Thema? Weit gefehlt. Der gebürtige Berliner lässt den Text von Autor Martin Boeckh lebendig werden. Rund 16 Minuten hörenswerte Stimmung, auch als Download für später.

Zum Hintergrund

Völklingen. Mitte September 2014 bezieht Kluge mit 90 Arbeitskräften Quartier am Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Stillgelegt 1986. Seit 1996 UNESCO-Welterbe. Industriedenkmal. Museum. Kult- und Kulturstätte. In einem letzten Kraftakt steht an, drei monströse marode Trockengasreinigungsanlagen des Eisenwerks wieder auf Vordermann zu bringen. Für die Nachwelt. Und damit die Hütte weiter Welterbe bleiben darf. Das weckt Interesse auch beim Wissenschaftsredakteur Martin Boeckh. Er reist nach Völklingen, begleitet einen Tag lang Kluge-Spezialisten bei ihrer Arbeit. Asbest, künstliche Mineralfasern, Gichtstäube. Das ist, wie Boeckh später seine Reportage im Entsorga-Magazin titelt: „Hart an der Grenze.“

Der Sprecher

Daniel Craig ist James Bond, Dietmar Wunder die deutsche Synchronstimme. Der gebürtige Berliner spricht für Kluge Martin Boeckhs Feature-Text aus dem Entsorga-Magazin. Untypisch für einen Podcast. Ein Experiment? Nehmen Sie sich vielleicht gerade deshalb 16 Minuten Zeit, um „Hart an der Grenze“ zu hören. Dietmar Wunder gelingt es, der Reportage noch mehr Leben einzuhauchen. Die geschriebenen Worte werden wahrnehmbar, spannend. Im Kopf entstehen Bilder, sie prägen sich ein, geben der Phantasie Raum, sich zu entfalten.

Der Podcast zum Text

Der Podcast zum Download

Der Text zum Podcast

PDF Bericht Entsorga Magazin, Ausgabe 1/2015

 

Hamburg / Duisburg. Eher unscheinbar lässt sich das rote Kluge-Logo unter den großen Lettern „CCH“ ausmachen. „CCH“ steht für „Congress Centrum Hamburg“. Kluge hat planmäßig am 2. Januar mit der Sanierung des in die Jahre gekommenen Gebäudekomplexes begonnen. Die Schadstoffsanierung ist Voraussetzung für alle sich anschließenden Maßnahmen, die der grundlegenden Revitalisierung des CCH dienen. Bereits seit September 2016 liefen bei Kluge die Vorbereitungen. Vor Ort koordiniert ein fünfköpfiges Experten-Team das Mammut-Projekt. Bis zum 31. Dezember 2017 muss die Schadstoffsanierung abgeschlossen sein. Im Herbst 2019 soll das CCH in neuem Glanz wiedereröffnet werden. Die Hansestadt lässt sich das mehr als 190 Millionen Euro kosten.

Die durch Kluge zu sanierenden Bauwerksoberflächen sind mit 200.000 Quadratmetern zusammengezählt so groß wie 28 Fußballfelder (im Europameisterschafts-Format 105 x 68 Meter). Hauptsächlich in der CCH-Bausubstanz vorhanden sind Schadstoffbelastungen durch Asbest und PCB. Besondere Herausforderungen ergeben sich aus einem sehr engen Zeitkorsett sowie einer komplexen Logistik der einzelnen Leistungsbausteine, bei denen unter anderem mehr als 18.000 Tonnen verschiedenster Abfälle anfallen. Die Arbeiten finden in weit mehr als 100 einzelnen Gebäudebereichen unterschiedlichster Größe und Komplexität statt. Das dabei erforderliche Sanierungskonzept muss alle Sicherheits- und Umgebungsbedingungen für Abschottungen und Unterdruckhaltung, für den Auf- und Abbau von Personal- und Materialschleusen sowie insbesondere für ungewöhnliche Transportwege berücksichtigen.

Der pünktliche Einstieg in die operativen Arbeiten verlief reibungslos. So wurden an Decken und Wänden des so genannten „Vorfahrtsbauwerks“ an der Marseiller Straße sämtliche Verkleidungen, Leuchten, Verbindungsstreben, Halterungen und sonstigen Befestigungselemente auf einer Fläche von mehreren tausend Quadratmetern entfernt. Bereits Februar Mitte wird dieser Gebäudeteil komplett abgerissen, im Mai folgt der Ostteil des CCH-Altbaus, der dann neu errichtet wird und im Wesentlichen zur gesteigerten Attraktivität des Kongresszentrums beitragen soll.

Das Auftragsvolumen für die Schadstoffsanierung des CCH beträgt rund 14 Millionen Euro. Kluge Sanierung bildet wie beim Projekt „UNESCO-Weltkulturerbe Völklinger Hütte“ auch in der Hansestadt wieder eine Arbeitsgemeinschaft mit Lobbe Industrieservice. Seinerzeit wurden 2014 / 2015 innerhalb von rund sechs Monaten drei denkmalgeschützte industrielle Trockengasreinigungsanlagen des Völklinger Eisenwerkes unter schwierigsten Bedingungen saniert.

NDR berichtet im Hamburg-Journal

„Wie läuft die Arbeit auf der Großbaustelle CCH?“ Das wollte NDR-Reporterin Anke Harnack wissen. Sie sprach für das „Hamburg Journal“ mit Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch und Martin Görge, Geschäftsführer beim Bauherrn Sprinkenhof GmbH.  Kluge liegt voll im Zeitplan. Der erste terminlich fixierte Meilenstein rückt näher, wenn in den nächsten Tagen die vorbereitenden Maßnahmen für den Abriss des Vorfahrtsbauwerks an der Marseiller Straße abgeschlossen werden.

Im NDR äußerten sich die jeweiligen Gesprächspartner positiv zum bisherigen Verlauf der Revitalisierung, die im Herbst 2019 abgeschlossen sein wird. Stichtag für die Beendigung der Schadstoffsanierung ist der 31. Dezember 2017.

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Völklingen / Duisburg. Das Projekt war eines der spektakulärsten in der Schadstoffsanierung seit Jahrzehnten. Drei marode industrielle Trockengasreinigungsanlagen des UNESCO-Weltkulturerbes „Völklinger Hütte“ innerhalb von rund 30 Wochen zum gefahrlos begehbaren Museumsobjekt zu verwandeln, hatte in der Fachwelt für große Aufmerksamkeit gesorgt.

Die Arbeiten bewegten sich ständig zwischen Gefahrenabwehr, Schadstoffsanierung und Denkmalschutz. In einem Beitrag des Saarländischen Rundfunks zog Professor Meinrad Maria Grewenig, Generaldirektor des Welterbes Völklinger Hütte, diese Bilanz: „Durch die perfekte Art der Reinigung ist es jetzt möglich, das Menschen hier reinkönnen.“

In der Kombination unterschiedlichster Aufgaben war das Projekt einmalig. Eindrücke, unter welch‘ schwierigen Bedingungen gearbeitet wurde, liefert Kluge aktuell mit einem sehenswerten Video.

Asbesthaltige Spachtelmassen und Fliesenkleber: Bauten vor 1995 zu mindestens einem Viertel betroffen. Gesamtverband Schadstoffsanierung e.V. (GVSS) stellt neuen Leitfaden zum Umgang mit diesen krebsauslösenden Materialien vor.

Berlin. Obwohl die Herstellung und Verarbeitung von Asbest seit 1993 in Deutschland verboten ist, ist die tödliche Gefahr von dem einst speziell in der Bauindustrie so geschätzten Werkstoff längst nicht ausgestanden. Bis heute sind viele Baustoffe mit Asbestfasern in den Bauwerken erhalten geblieben. Nutzer und Handwerker sind den Gefahren oft ungeschützt ausgesetzt, ohne es zu wissen. Fachexperten stellten bei intensiven Prüfungen fest, dass die relativ unauffälligen asbesthaltigen Spachtelmassen oder Fliesenkleber in ungefähr einem Viertel der vor 1995 errichteten Gebäude vorhanden sind.

Diese bislang kaum beachteten Gefahrenquellen stellen ein erhebliches Risiko dar. Sowohl bei Abbruch und Sanierung als auch bei Instandsetzungsarbeiten werden erhebliche Mengen Asbestfasern freigesetzt und mit der Raumluft unwissentlich eingeatmet. Aber auch bei einem einfachen Tapetenwechsel kann es zu erhöhten Asbestwerten in der Raumluft kommen.

Fest steht aber auch: Im Rahmen der normalen Raumnutzung kommt es durch asbesthaltige Spachtelmassen und Fliesenkleber zu keinerlei Gefährdungen.

Krebserkrankungen: Latenzzeit von 15 bis 40 Jahren
Mit einer Latenzzeit von 15 bis 40 Jahren können sich Krebserkrankungen in den Atmungsorganen oder im Bauch- und Rippenfellraum bilden. Nach Einschätzung der Bundesregierung sterben pro Jahr mehr als 1.500 Menschen an einer asbestbedingten, schweren Erkrankung. Europaweit rechnet man bis zum Jahr 2020 mit bis zu 500.000 Toten durch Asbest. Diese Größenordnungen sind vergleichbar mit den Opferzahlen aus dem Straßenverkehr, ohne aber eine gleichwertige Beachtung zu finden.

Viele Branchen, Bauprofis und Heimwerker betroffen
Asbest steckt bekanntermaßen z.B. in Dachplatten, Fassadenelementen, Brandschutzwänden, Installationskanälen und Fußbodenbelägen. Weniger bekannt, aber dadurch nicht minder gefährlich, ist die Tatsache, dass auch diverse Putze, Spachtelmassen und Fliesenkleber Asbestanteile enthalten. Insofern sind Beschäftigte vieler Branchen, etwa Maler, Fliesenleger, Trockenbauer, Sanitär- und Heizungsinstallateure oder Hausmeister, nach wie vor erheblichen Risiken ausgesetzt. Da sie die Gefahr nicht erahnen, werden keinerlei Schutzmaßnahmen ergriffen. Hier sind neben den Bauprofis auch Heimwerker betroffen, denn sobald sie von einer Zimmerwand mit asbesthaltigem Spachtelgrund alte Tapeten abreißen und vielleicht noch die Flächen überschleifen, werden sie bereits dadurch einer hohen Asbestfaserbelastung ausgesetzt.

GVSS fordert einheitliche Regeln und verbindliches Kataster
Der Gesamtverband Schadstoffsanierung e.V. (GVSS) engagiert sich angesichts der Diskrepanz zwischen Risiko und Schutzmaßnahmen seit Jahren dafür, eindeutigere Regelungen für den Umgang mit diesem Asbestproblem in Deutschland zu treffen. Der GVSS-Vorsitzende Christoph Hohlweck stellt fest: „Auch mehr als 20 Jahre nach dem Verbot hat unsere Gesellschaft die mit dem Asbest verbundenen Herausforderungen noch längst nicht gemeistert. Asbesthaltige Spachtelmassen und Fliesenkleber sind in unserem Baubestand weit verbreitet, aber sie werden selten erkannt. Heimwerker und Bauprofis inhalieren täglich die tödliche Gefahr, ohne es auch nur zu ahnen. Wir brauchen dringend ein verbindliches Asbestkataster für den Bestand an Altbauten, sonst werden wir die sich fortsetzenden persönlichen und volkswirtschaftlichen Schäden nicht eindämmen. Es ist an der Zeit, diese bereits im Jahr 2012 von der europäischen Dachorganisation der Baugewerkschaften erhobene Forderung umzusetzen.“

Der Gesamtverband Schadstoffsanierung e.V. (GVSS) ist die bundesweite Vereinigung der auf Schadstoffsanierung spezialisierten Sanierungsfachbetriebe, Sanierungsfachplaner, -gutachter, -labore und Zulieferfirmen bzw. Anbieter spezieller Dienstleistungen. Vertreter des Verbandes arbeiten in diversen Fachausschüssen, Arbeitskreisen und Kommissionen (u.a. BG Bau, VDI, WTA) an der Erstellung und Überarbeitung von für die Schadstoffsanierung relevanten Regelwerken (z. B. GefStoffV, TRGS 519), Handlungsanleitungen und Zertifizierungsrichtlinien mit.


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